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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Schiffsklasse · 1978–1990

Projekt 1159 – Koni-Klasse

Drei Schiffe aus der Werft Selenodolsk: „Rostock“, „Berlin – Hauptstadt der DDR“ und „Halle“. Mit 96,50 m Länge die größten der drei KSS-Klassen.

Die Schiffe dieser Klasse

Seitenriss Projekt 1159

Rostock

Bordnummer
141
In Dienst
Kleine Indienststellung am 6. Juli 1978 durch den Chef der 4. Flottille
Außer Dienst
Mit dem 2. Oktober 1990 hörte die Volksmarine auf zu bestehen

Küstenschutzschiff des Projektes 1159 (Koni-Klasse), Bau-Nr. 1159/1, Bordnummer 141, in der Volksmarine in Dienst gestellt 6. Juli 1978.

Seitenriss Projekt 1159

Berlin – Hauptstadt der DDR

Bordnummer
142
In Dienst
Kleine Indienststellung im Mai 1979 durch den Chef der 4. Flottille
Außer Dienst
Mit dem 2. Oktober 1990 hörte die Volksmarine auf zu bestehen. Die Ereignistafel nennt die „Berlin“ nicht unter den Schiffen, die danach zeitweilig im Flottendienst verblieben.

Küstenschutzschiff des Projektes 1159 (Koni-Klasse), Bau-Nr. 1159/2, Bordnummer 142, in der Volksmarine in Dienst gestellt 10. Mai 1979.

Seitenriss Projekt 1159

Halle

Bordnummer
143, F 225
In Dienst
28. Januar 1986 als letztes KSS des Projektes 1159 durch den Chef des Stabes der Volksmarine, Konteradmiral Hoffmann
Außer Dienst
Mit dem 2. Oktober 1990 hörte die Volksmarine auf zu bestehen

Küstenschutzschiff des Projektes 1159 (Koni-Klasse), Bau-Nr. 1159/3, Bordnummer 143, in der Volksmarine in Dienst gestellt 28. Januar 1986.

Geschichten und Beiträge

47 Beiträge
  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21985Projekt 1159Projekt 133.1

    Hans Steike, damals Chef der KSS-Brigade und Stellvertreter des Stabschefs, berichtet über das 6. Gemeinsame Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten 1985 unter polnischer Führung: Vorbereitung und Hafenausbildung in Gdynia, die Fahrt durch Nordsee bis zu den Shetlands und Faröern mit U-Jagd-, Artillerie- und Luftzielschießen sowie den Wettbewerb um die Geschwaderpokale, bei dem die „Rostock“ den Artilleriepokal gewann. Abschließend blickt er auf seine späteren Geschwaderteilnahmen 1987 und 1990 zurück.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 21976–1977Projekt 1159

    Während der Ausbildung des Kommandeursbestandes für die KSS Projekt 1159 an der Höheren Offiziersschule in Baku müssen die deutschen Offiziere an einer Musterung mit 3000 Mann teilnehmen. Der Abteilungschef „Fritz“, der die Trainings geschwänzt hat, beantwortet den Gruß des Admirals als einziger sofort – ohne die vorgeschriebene sowjetische Atempause.

  • Klaus Martin, Wolfgang Rusch, Günter Senf, Fred Fleischer, Dietrich MahlkowEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31978Projekt 1159

    Bericht über die Überführung des ersten KSS Projekt 1159, der späteren „Rostock“, im Schlepp des Hochseeschleppers „Wladimir Rusanow“ vom 15. Mai bis 16. Juni 1978 von Sewastopol durch Schwarzes Meer, Mittelmeer, Ostatlantik, Nordsee und Ostsee nach Warnemünde. Eine Gruppe der künftigen Besatzung unter Kommandant Günter Senf nutzte die 31 Tage und rund 4580 Seemeilen zur Einarbeitung; geschildert werden Bordalltag, ständige NATO-Aufklärung, Stürme, ein Hai-Fang vor Marokko und das Einlaufen in Warnemünde.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31970er/1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Hans Steike beschreibt einen typischen Diensttag im Führungsorgan der KSS-Abteilung im Stützpunkt Warnemünde: die Stabsbaracke am Seekanal und ihre Diensträume, Morgenlage, Stabstraining zur Erarbeitung eines Entschlusses, Planungstage, Ausbildung der Stabsoffiziere und die Rolle des Führungspunktes. Den Abschluß bildet die Schilderung einer nächtlichen Auslösung höherer Gefechtsbereitschaft mit Benachrichtigungssystem, Raketenübernahme und Auslaufen des Führerschiffes.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31976Projekt 1159

    Zu Beginn des 1159-Lehrganges in Baku Ende März 1976 mußten die Teilnehmer unter Abteilungschef Fritz Naumann einen gründlichen Gesundheits-Check der sowjetischen Seite absolvieren. Hans Steike erzählt von der Untersuchung bei einer jungen Schwester und dem peinlichen Mißgeschick eines beleibten Meisters der I-Basis.

  • Thomas RahmigAmüsantesBroschüre Teil 31980er JahreProjekt 1159

    Der ehemalige Kreisel-Maat Thomas Rahmig gesteht, wie er einen Obermaat scherzhaft aufforderte, einen unverplombten roten Knopf zu drücken – den Auslöser der Feuerlöschanlage des Raketensilos der „Rostock“. Das Silo lief voll, die Raketen mußten abgerüstet und das Wasser von der Besatzung per Handpumpe gelenzt werden; die Untersuchung endete mit der Annahme einer Selbstauslösung. Jahre später bittet der Autor die Betroffenen um Absolution.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31980er JahreProjekt 1159

    Bei einem Flottenbesuch mit einem KSS Projekt 1159 als Führerschiff mußte der Salut der Nationen mit 21 Schuß aus zwei uralten 40-mm-Salutkanonen geschossen werden. Als nach dem 21. Schuß ein 22. krachte, deckte Flottillenchef Konteradmiral Kahnt gegenüber Admiral Ehm den Kommandanten – die Strafpredigt gab es später unter vier Augen.

  • Dieter Ballwanz, Dieter Kästner, Manfred Köhler, Peter Müller, Wolfgang Schmieder, Hans Steike, Wolfgang RuschEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41976–1977Projekt 1159

    Gemeinschaftsbericht von sieben Mitgliedern der Marinekameradschaft über den einjährigen Lehrgang von rund 100 Angehörigen der 4. Flottille an der Kaspischen Höheren Seekriegsschule (KBBMKY) in Baku von März 1976 bis März 1977 zur Vorbereitung auf die KSS Projekt 1159. Geschildert werden Vorbereitung und Anreise per Eisenbahn, die Schule und ihre Unterbringung, der Russisch- und Fachunterricht, die Stadt Baku und ihre Menschen, Freizeit, Landgänge und Exkursionen sowie die Abschlussprüfungen und der Rückflug.

  • Gernot Liebke, Wolfgang Priebe, Axel HoppmannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41978–1990Projekt 1159

    Technische Beschreibung des Fla-Raketenkomplexes OSA-M der KSS Projekt 1159 durch den Raketenwaffenleit-Offizier der „Rostock“: Zweckbestimmung und taktisch-technische Daten, Hauptbestandteile (Waffenleitanlage 8Ä13, Antennenkomplex, Startanlage ZIF-122, Raketen RZ-13), die drei erprobten Methoden der Raketenübernahme von der RTA-4, das Arbeitsprinzip der Anlage (Drei-Punkt-Methode, 1/2-Methode) sowie der Ablauf des faktischen Raketenschießens auf Seezielraketen P-15 in Baltijsk.

  • Wilhelm Meyer, Egon WirthEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41978Projekt 1159

    Gekürzter Nachdruck eines Beitrags aus „Das Nordlicht“ (1996) über die erste Dockung des KSS „Rostock“ 1978 im neuen norwegischen Dock der Neptunwerft Rostock: Nach Feststellung eines Risses an der Hydro-Station MG 322T musste trotz geringer Einschwimmtiefe, ungenauer Dockpläne und Bedenken der sowjetischen Übergabekommission gedockt werden. Beschrieben werden Vorbereitung, Pallungen, Tauchereinsatz und der 13-stündige Dockvorgang.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41980er JahreProjekt 1159Projekt 133.1

    Hans Steike schildert als Fortsetzung von „Stabsdienst im Stützpunkt“ (Teil 3) einen Tag des Führungspunktes des Chefs der 4. KSSA an Bord der „Rostock“ während eines taktischen Trainings der UAW-Kräfte mit einem polnischen U-Boot, der 4. UAWSA und Mi-14PL-Hubschraubern. Erläutert werden die Wachschiff-Funktion, die Instruktion zur Gefechtssicherstellung, Begleitsektoren, Bojenlinien sowie die Aufgaben des Chefs der KSSA als „Chef der Suche“ in der UAW-Zone 2 bei höheren Stufen der Gefechtsbereitschaft.

  • Wolfgang Schmieder, Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 41976Projekt 1159

    Zwei heitere Reiseschilderungen von der Bahnfahrt der 1159-Lehrgangsteilnehmer nach Baku im März 1976: Wolfgang Schmieder erzählt von der „Fahrt im Kampagne-Waggon“ von Moskau nach Baku mit Bahnhofstoiletten, Wobla, Wodka und einem aserbaidschanischen Reisegefährten mit „Aerodrom“-Mütze. Hans Steike berichtet vom „Fehler in der Koppeltabelle“: Der Zug von Kiew nach Baku fuhr nur alle zwei Tage, was der Kiew-Gruppe einen unvergesslichen Zwangsaufenthalt mit Hilfe des DDR-Generalkonsulats bescherte.

  • Manfred KöhlerAmüsantesBroschüre Teil 41976Projekt 1159

    Manfred Köhler begleitet während des Baku-Lehrgangs 1976 als Dolmetscher einen kranken Kameraden ins Sanitätsrevier, lehnt sich an einen offenen Medizinschrank und kippt zweimal um, wobei er sich eine Gehirnerschütterung zuzieht. Der Kranke geht geheilt zum Unterricht, der gesunde Dolmetscher liegt drei Wochen im Bett – und stellt hier richtig, dass es nicht am Anblick von Blut lag.

  • Hans Steike, Fred Donner, Christian KörberLieder und GedichteBroschüre Teil 42004Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Das KSS-Lied der Marinekameradschaft KSS e. V. (Text: Hans Steike, Musik: Fred Donner, Arrangement: Christian Körber) mit Notenblatt und zwei Textvarianten: einer offiziellen („Geheimhaltungsgrad: ohne“) und einer selbstironischen („nfdÖ“) Fassung mit je einer Strophe zu den Projekten 50, 1159 und 133 und gemeinsamem Refrain. Uraufführung war für den Kameradschaftsabend im Januar 2005 vorgesehen.

  • Manfred Kretzschmar, Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51956–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Manfred Kretzschmar und Hans Steike rekonstruieren die Unterstellung, den Status des Truppenteils und die häufig wechselnden Bordnummern der Küstenschutzschiffe Projekt 50 von der Gründung der Seestreitkräfte 1956 bis zum Ende der Volksmarine 1990. Der Beitrag enthält die Anordnungen zur Flottillenbildung 1956, die Führungen von 6. Flottille, KSS-Brigade, SKSSA, KSSA und 4. KSS-Brigade sowie eine chronologische Übersicht aller Bordnummern der vier Schiffe.

  • Siegfried Prinz, Hans Steike, Fritz SchmökelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51950er–1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Einführung in die Melde- und Untersuchungsordnung (MUO) der NVA und vier Berichte über besondere Vorkommnisse auf KSS: ein tödlicher Verbrühungsunfall am Heißwasserboiler (Siegfried Prinz), verschwundene Lederpäckchen und Kampfanzüge bei der Außerdienststellung der „Karl Liebknecht“ 1968 (Hans Steike), die Havarie der Gasturbinen-Kupplung MRK 22 auf der „Rostock“ 1979 (Fritz Schmökel) und Fahnenfluchten Ende der 1950er Jahre, deren Hintergründe erst 2004/2005 durch Zufall bekannt wurden (Hans Steike).

  • Bernd KulbeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51978–1980Projekt 1159

    Bernd Kulbe, Kommandant des KSS „Berlin“ (142), berichtet über seine Erfahrungen mit dem Fla-Raketenkomplex OSA-M: das Ausbildungsschießen auf dem sowjetischen Schiff „Delphin“ in Poti 1979, bei dem plötzlich zwei MiG-21 im Schießgebiet auftauchten, und den Raketenschießabschnitt in Baltijsk 1980, bei dem sich herausstellte, dass die Raketen der „Berlin“ wegen falsch eingestellter Leitfrequenzen seit Indienststellung ungelenkt geflogen wären. Mit Beschreibung des Zusammenwirkens mit dem polnischen Zerstörer „Warszawa“ und der beobachtenden Bundesmarine-Fregatte.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51958–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Hans Steike beschreibt die Ausbildung zur U-Boot-Abwehr auf Küstenschutzschiffen: die Arbeit der U-Jagd-Kommandos im U-Jagd-Kabinett „Ataka“, die Geschichte der drei Kabinette der Volksmarine, die Gliederung der Gefechtsausbildung in allgemeine, Spezial- und taktische Ausbildung mit den Einzelschiffs-Aufgaben B-1 bis B-3 und Verbandsaufgaben V-1 und V-2 sowie die vier UAW-Aufgaben. Als Beispiel wird der vollständige Inhalt der Aufgabe UAW-3 mit Bewertungsvorschriften (Feuerkoeffizient, taktischer Koeffizient, Fehlertabelle, Tabelle 7) aus der Originalvorschrift wiedergegeben.

  • AmüsantesBroschüre Teil 51960er–1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Vier kurze Anekdoten aus den Offiziersmessen: die vergoldete Pistole, die Janos Kadar 1966 Kommandant „Brummi“ Fröhlich schenkte und die in der Waffenkammer des Kommandos verschwand; ein Artillerieschießen mit verlegtem Treffpunkt, bei dem die Salven des Schwesterschiffs zwischen Brücke und Mast hindurchsausten; Fritz Naumanns Schießen auf den Schlepper statt auf die Scheibe; und wie das Vereinte Geschwader dank polnischer Aufklärung die Raketenschnellboote der Volksmarine „erledigte“.

  • Gerd KleinschmidtAmüsantesBroschüre Teil 51980er JahreProjekt 1159

    Gerd Kleinschmidt schildert die Odyssee der operativen Gruppe der Volksmarine nach einer Übungsvorbereitung der Verbündeten Ostseeflotten im polnischen Hel: stundenlanges Warten in Gdynia wegen der Landung Marschall Kulikows, ein eiskalter Nachtflug im Schneesturm mit einer MI-14, ein ungeheizter Bus zum Grenzübergang Kaminke, sowjetische Grenzsoldaten ohne Passiererlaubnis und schließlich eine überrannte Gaststätte in Greifswald – alles hungernd und frierend im Sommermantel.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 51978–1979Projekt 1159

    Klaus Martin, GA-IV-Kommandeur der „Rostock“, erwischt bei der ersten U-Boot-Zusammenarbeit im Tauchgebiet bei Bornholm das GIS-Personal um Obermaat Hinze dabei, wie es mit Stoppuhr und Bleistift akribisch festhält, wie oft und wie schnell Kommandant Günter Senf zwischen Brücke und Hydroakustik-Tochterstation hin- und herflitzt – eine olympiareife Laufleistung.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 51980er JahreProjekt 1159

    Auf dem Weg zum Flottenbesuch nach Leningrad vertreiben sich Klaus Martin als 1. Offizier und Oberleutnant Wilfried Anders auf der Brücke der „Rostock“ die Langeweile damit, den Autopiloten durch kleine Ruderausschläge zur Arbeit zu zwingen – bis das Schiff plötzlich mit „Ruder Backbord 5“ aus dem Kurs läuft und der Verband mit einem eleganten Bogen umrundet werden muss.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61964–1985Projekt 50Projekt 1159

    Hans Steike blickt anhand seiner Fotoalben auf 18 Jahre Dienst bei den Küstenschutzschiffen zurück: Waffenleitoffizier auf der „Karl Marx“, GA-II-Kommandeur auf der „Friedrich Engels“, I. Wachoffizier, Studium an der Militärakademie, Stabschef und ab 1981 Chef der KSS-Abteilung bzw. der 4. KSS-Brigade. Er beschreibt die Außerdienststellung der Projekt-50-Schiffe, die Einführung der KSS Projekt 1159 mit Lehrgängen in Baku und Praktika in Poti, die Gemeinsamen Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten, Manöver, Flottenbesuche und die Motive für seinen Dienst.

  • Bernd Kulbe, Klaus GeruschkeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61979–1981Projekt 1159

    Der erste Kommandant Bernd Kulbe und sein Politstellvertreter Klaus Geruschke gehen der Frage nach, wann und ob das am 10. Mai 1979 in Dienst gestellte KSS „Berlin“ offiziell in „Berlin – Hauptstadt der DDR“ umbenannt wurde. Anhand von Glückwunschschreiben, Presseberichten, dem Flottenbesuch in Tallinn 1979, dem Delegationsbesuch in Berlin und dem aus Münzlegierung gefertigten Namensschild zeichnen sie die widersprüchliche Namensverwendung nach.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 61981Projekt 1159

    Bei einer sonntäglichen Alarmierung durch das Kommando der Volksmarine im Herbst 1981 verlegt der I. WO Klaus Martin die „Rostock“ in dichtem Nebel und ohne den noch fehlenden Kommandanten zur Raketenübernahme an die Ölpier – mit lauter Stellvertretern auf den Stationen und dem Kommandanten als Zuschauer mit Fahrrad auf der Pier.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 61979Projekt 1159

    Während des Bordpraktikums der zukünftigen „Berlin“-Besatzung in Poti 1979 wird ein kleiner, verwahrloster Rüde mit dem Namen „Schweinchen“ zum Maskottchen der Besatzung. Als die Dienststelle die streunenden Hunde abschießen lässt, retten ihn Angehörige einer Ausbildungsgruppe, indem sie ihn auf dem Wohnschiff verstecken.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 61981Projekt 1159

    Während der Übung „Sojus-81“ kommt Marschall Kulikow mit Armeegeneral Hoffmann an Bord der „Rostock“ und will mit dem Kommandanten eines sowjetischen Zerstörers sprechen. Weil die gedeckte UKW-Verbindung ausfällt, wird der offene Anrufkanal 412 genutzt – auf dem ein Hilfsschiff der Volksmarine dem Marschall mit „MOI NOWÜ KURS – DEWJANOSTO GRADUSOW“ immer wieder ins Wort fällt.

  • Helmut Bechert, Manfred Kretzschmar, Hans SteikeLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 61962–1986Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert belegt mit Auszügen aus den Anordnungen AO 77/62, AO 14/63 und AO 44/86 des Chefs der Volksmarine die Systematik der Bordnummern der Küstenschutzschiffe (401/601/502/702, 101–104, 121–124) und die Einführung der KSS-Ränge 1986. Manfred Kretzschmar und Hans Steike antworten mit Definitionen der Begriffe „Bordnummer“ und „taktische Nummer“ sowie Auszügen aus der Bordnummerordnung von 1968 einschließlich der vorgeschriebenen Ziffernmaße für KSS.

  • Adolf TippachEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71913–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Adolf Tippach zeichnet die Geschichte des Marinestützpunktes Hohe Düne in Warnemünde von 1913 bis 1990 nach: vom kaiserlichen Marinefliegerstützpunkt und Seeflug-Versuchskommando über Flugzeugbau, Fliegerschule und Fliegerhorst der Luftwaffe bis zur Nachkriegszeit und zum Aufbau der Flottenbasis West und der 4. Flottille der Volksmarine. Beschrieben werden die Bauphasen des Stützpunktes, die Veränderungen im Schiffsbestand, das Minenräumen 1963/64, die Stationierung der KSS ab 1965 sowie die Übergabe an die Bundesmarine im Oktober 1990. Mit Lageplänen und einer Übersicht der Chefs der 4. Flottille.

  • Thomas WeckendEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71978–1979Projekt 1159

    Thomas Weckend, damals Maatenschüler in der Raketentechnischen Abteilung 4 (RTA-4), berichtet vom Katastropheneinsatz nach dem Wintereinbruch zum Jahreswechsel 1978/79: Schneeräumen auf der Autobahn, Freischaufeln der Gleise und der Drehscheibe im Rostocker Überseehafen und ein dreiwöchiger Einsatz auf dem VEB Kohlenhof Rostock, bei dem Briketts mit W-50-LKW an Rostocker Haushalte ausgefahren wurden. Er beschreibt die Dankbarkeit der Bevölkerung und den Zusammenhalt des Kollektivs. Im Inhaltsverzeichnis der Broschüre unter „Katastropheneinsatz“ geführt.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 72004–2007Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Hans Steike erzählt mit einem Augenzwinkern die Entstehungsgeschichte des KSS-Liedes: von der Idee im Januar 2004 vor der Warnemünder Fähre über das Dichten des Textes, die Melodie des Volksmusikers Fred Donner, dessen Tod, die Überarbeitung des Refrains durch Christian Körber, die Uraufführung durch die „Ostwarnower Sängerknaben“ am 22. Januar 2005 bis zur Aufnahme mit dem Rostocker Shanty-Chor „Luv un Lee“ im Januar 2007, die dem Teil 6 der Broschürenreihe als CD beigelegt wurde.

  • Bernd Meyer, Manfred Uhlenhut, ArmeerundschauIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 81987Projekt 1159

    Nachdruck einer Reportage aus der „Armeerundschau“ über den Flottenbesuch des KSS „Berlin“ und des Schulschiffes „Wilhelm Pieck“ in Leningrad im Oktober 1987. Im Mittelpunkt stehen Stabsmatrose Steffen Silze und Admiral Wilhelm Ehm, für die es jeweils die letzte große Fahrt im aktiven Dienst war, sowie Begegnungen mit sowjetischen Matrosen, Sehenswürdigkeiten und der Besucherandrang auf den Schiffen.

  • Hendrik BornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 81989–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Der letzte Chef der Volksmarine, Vizeadmiral Hendrik Born, gibt Auszüge aus einem Zeitzeugen-Interview des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Potsdam (2005) wieder. Themen sind sein Selbstverständnis als Berufssoldat, die Gefechtsbereitschaft der VM, die Reformbewegung und Parteiaustritte 1989/90, die Reformpläne unter Admiral Hoffmann und Minister Eppelmann, die Treffen mit dem Inspekteur der Bundesmarine Vizeadmiral Mann auf der „Lütjens“ und die Stilllegung der Flotte zum 3. Oktober 1990.

  • Hans BenthinAmüsantesBroschüre Teil 81986Projekt 50Projekt 1159

    Zwei kurze Borderlebnisse von Hans Benthin: Bei der Geschwaderfahrt der Verbündeten Ostseeflotten 1986 auf dem sowjetischen Führerschiff hatte sich eine Maus an der Mettwurst des Kammernachbarn gütlich getan, und in einer Hundewache entpuppten sich rätselhafte Geräusche im Verkehrsgang als das Schnarchen des Politstellvertreters Klaus Ockert.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 81977Projekt 1159

    Klaus Martin, damals Oberleutnant der künftigen Besatzung des KSS „Rostock“, berichtet ausführlich vom Ernteeinsatz im Herbst 1977 bei der LPG Pflanzenproduktion Broderstorf. Etwa 20 Matrosen waren im ehemaligen Gasthaus von Fienstorf untergebracht, halfen bei Stroh-, Mais- und Kartoffelernte, transportierten Einkellerungskartoffeln nach Rostock und erlebten Discoabende, eine selbst organisierte Feier zum 7. Oktober und allerlei Disziplinprobleme, bis der Einsatz Mitte Oktober endete.

  • Armeerundschau 4/89 (Bernd Meyer, Manfred Uhlenhut)In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 91989Projekt 1159

    Reportage aus der „Armeerundschau“ 4/89 über Stabsoberfähnrich Kurt Kroh, den Bootsmann des KSS „Berlin“, seine Aufgaben für die seemännische Kultur an Bord, das Messingputzen und Pönen sowie sein Hobby, das Knoten von Bootsmannsmaaten-Schnüren. Zugesandt von Wolfgang Peschenz.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 91978Projekt 1159

    Am 1. Januar 1978 unternimmt ein Teil der künftigen Besatzung der „Rostock“ während der Bordausbildung in Poti einen Strandspaziergang zum Rioni-Delta. Aus einem Lagerfeuer und herumliegenden Spraydosen wird ein improvisiertes Neujahrs-„Böllern“ am Strand des Schwarzen Meeres.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 91959–1971Projekt 50Projekt 1159

    Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 anhand zeitgenössischer Anordnungen des Chefs der SSK bzw. CVM: die Gruppeneinteilung der KSS-Brigade 1959 in Kampfkern und Kampfreserve, die Unterstellung unter die 1. Flottille 1961, die Status-Veränderung 1962 mit sowjetischen Schiffbau-Nummern sowie die Umbenennung in 4. KSS-Abteilung 1971.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101945–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Übersicht über die Wachschiffe (SKR) der sowjetischen Seekriegsflotte von 1945 bis 1990 nach der Beilage „Morskaja kollekzija“: Projekte 29, 42, 50, 159, 35, 1159, 1135, 11351 und 11540 mit Entwicklungsgeschichte, Bauzahlen, Exporten und taktisch-technischen Daten. Die Projekte 50 und 1159 fuhren als KSS in der Volksmarine der DDR.

  • Ernst Gebauer, Armeerundschau 1/81In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 101980Projekt 1159

    Reportage des Militär-Reporters Oberstleutnant Ernst Gebauer aus der Armeerundschau 1/81 über den „Seemannssonntag“ mit Sport an Bord des KSS „Berlin – Hauptstadt der DDR“: Hindernislauf an Bord, Tauchen, Kampfanzugschwimmen in See, Feudelhockey, Luftgewehrschießen und Wurfpfeilwerfen. Kommandant Korvettenkapitän Kulbe und Politstellvertreter Kapitänleutnant Geruschke kommen zu Wort.

  • Wolfgang Laue, Manfred Röseberg, Militärwesen 5/85In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 101981–1985Projekt 133.1Projekt 1159

    Auszüge aus einem Beitrag von Konteradmiral Wolfgang Laue und Kapitän zur See Manfred Röseberg in der Zeitschrift „Militärwesen“ 5/85 über die Entwicklung, Erprobung und die ersten Einsatzerfahrungen des UAW-Schiffes Projekt 133.1. Enthalten ist eine Vergleichstabelle der Hauptdaten mit dem Vorgänger Projekt 12.4 M („Hai“) sowie Ausführungen zum Zusammenhang von Antriebsanlage, hydroakustischer Ortung und Taktik.

  • Klaus MartinEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101980Projekt 1159

    Klaus Martin schildert den Arbeitseinsatz von Besatzungsteilen des KSS „Rostock“ und Flottenschülern aus Parow im Rostocker Überseehafen im Herbst 1980, als wegen der Streiks in Polen zusätzliche Schiffe in DDR-Häfen gelöscht wurden: Bananenumpacken, Sackgut, Schüttgutpier und das nächtliche Umladen von „Radeberger Export“ für Aden.

  • Horst WilhelmAmüsantesBroschüre Teil 101960er Jahre – 1990Projekt 50Projekt 1159

    Horst Wilhelm erzählt, wie aus einer bemalten 85-mm-Übungsgranate als Abschiedsgeschenk für den Oberstückmeister seine Sammelleidenschaft entstand und wie 1990 die Exponate des Traditionszimmers der KSS-Brigade – darunter die Modelle beider KSS-Projekte und die Schiffsglocke – in einer Nacht- und Nebelaktion nach Thüringen gerettet wurden. Mit Anmerkung der Redaktion zum „weltgrößten Spezialmuseum“ für KSS.

  • Armeerundschau 4/81, Oberstleutnant GebauerIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 111981Projekt 1159

    Leicht gekürzter Nachdruck einer Reportage aus der Armeerundschau 4/81 (Reporter Oberstleutnant Gebauer) über das KSS „Berlin – Hauptstadt der DDR“. Am Beispiel des Kommandeurs des Gefechtsabschnittes Maschine, Kapitänleutnant Sikorski, wird beschrieben, wie neue Besatzungsmitglieder ihre Gefechtsrolle lernen: Während einer Ausbildungsfahrt muss die Turbine kurzfristig zur U-Boot-Suche eingesetzt werden, und der junge Turbinengast Obermatrose Salbach bewährt sich wie zuvor der Pumpengast Gutschmidt.

  • Ostsee-Zeitung vom 14./15. Mai 1983, Horst WestphalIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 111978–1983Projekt 1159

    Nachdruck eines Artikels von Horst Westphal aus der Ostsee-Zeitung vom 14./15. Mai 1983 über die Trophäen des KSS „Rostock“ fünf Jahre nach der Indienststellung: den Pokal für die beste U-Boot-Jagd (Hydrogast Knut Koppenhagen), den Pokal für das „Beste Schiff“ einer Geschwaderfahrt, den Sieg des Obersteuermanns Holger Lach als bester Steuermann, die NVA-Verdienstmedaille, das Minenklarmachkommando und die Pokale des Kommandanten Fregattenkapitän Günter Senf als „Bester Kommandant der Flottille“ 1981 und 1982.

  • Jürgen SchaarschmidtEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111984Projekt 133.1Projekt 1159

    Jürgen Schaarschmidt, Kommandeur der 4. UAW-Schiffsabteilung, schildert den 14. Mai 1984: Beim Sichern des Auslaufens des 5. Gemeinsamen Geschwaders der verbündeten Ostseeflotten entdeckt die „Bützow“ (244) den Tender „Donau“ der Bundesmarine, der innerhalb der Reede Warnemünde in den Hoheitsgewässern der DDR vor Anker liegt, dokumentiert die Grenzverletzung und weist das Schiff aus den Hoheitsgewässern. Der Vorfall führt zu Presseveröffentlichungen und einem diplomatischen Protest.

  • Dieter BallwanzAmüsantesBroschüre Teil 111986Projekt 1159Projekt 133.1

    Dieter Ballwanz, Kochinstrukteur im Verpflegungsdienst der 4. Flottille, gibt Tagebuchnotizen vom Spezialschießabschnitt in Baltijsk vom 5. bis 19. Juli 1986 wieder: Verpflegungsübergaben an die Schiffe, Bierbedarfsrechnung für 260 Mann, Einkaufswünsche der Daheimgebliebenen, Sauwetter ohne Auslaufen, Empfänge für Chefs und Kommandanten, ein Streit um Strichlisten auf dem Gefechtsversorger E-41 und der Besuch des Chefs der Volksmarine. Mit einer Anmerkung der Redaktion zur Sonderstellung von Fritz Schmökel.

Aus der Ereignistafel

Gesamte Chronik

1976

Ausbildung des Offiziers - und Berufs-Unteroffiziersbestandesin Vorbereitung der Übernahme von KSS Projekt 1159 in Baku (seemännische Laufbahnen) und Leningrad (Maschinenpersonal)

KSS „Karl Marx" wird außer Dienst gestellt. Das Schiff dient zeitweilig noch als Wohnschiff für die neu zu formierenden 1159-Besatzungen.

1977

Formierung der Besatzungen für die KSS 1159 in Warnemünde und Beginn einer intensiven Vorbereitung auf die Übernahmen der ersten beiden Schiffe.

Bordausbildung der 1. Besatzung für Projekt 1159 in Poti (Schwarzes Meer, Grusinien) auf dem Typschiff „Delphin“ mit Bord-Nummer 696

1978

Das KSS 1159/1 wird mit sowjetischer Bordnummer 693 von Sewastopol über Schwarzes Meer, Mittelmeer, Ost-Atlantik, Nordsee und Ostsee nach Warnemünde geschleppt.

See-Erprobung als Abschluss der Übernahme 1159/1

Kleine Indienststellung des Schiffes 1159/1 durch den Chef der 4. Flottille (Unterzeichnung des staatl. Übernahmeprotokolls, Flaggenwechsel)

Als erstes Schiff des Projektes 1159 wird die „Rostock" mit Bordnummer 141 durch den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, im Stützpunkt Warnemünde offiziell in Dienst gestellt.

1979

Bordausbildung der 2. Besatzung für 1159 in Poti

KSS „Rostock" nimmt an den Übungen „Start 79" und „Polygon 79“ teil.

Kleine Indienststellung des Schiffes 1159/2 durch den Chef der 4. Flottille (Unterzeichnung des staatl. Übernahmeprotokolls, Flaggenwechsel). Vorher war das Schiff von seiner Bauwerft am Schwarzen Meer über das Binnenwasserstraßen-System der SU und die Ostsee nach Baltijsk überführt und dort komplettiert worden.

Der Chef der Volksmarine, Admiral Wilhelm Ehm, stellt das KSS 142 offiziell unter dem Namen „Berlin“ in Dienst. Einige Wochen später wurde der Name des Schiffes in „Berlin - Hauptstadt der DDR“ geändert. Die Komplettierung des Namens war von der Berliner Bezirksleitung der SED gefordert worden.

Teilnahme des KSS „Rostock“ zur Sicherstellung des Schießabschnittes der Raketenschnellboote in Baltijsk

Flottenbesuch des KSS „Berlin“ zusammen mit dem Schulschiff „Wilhelm Pieck” in Tallinn (Tag der Seekriegsflotte der UdSSR). Der Besuch steht unter Leitung von Admiral Ehm.

Stehende Flottenparade im Stadthafen Rostock bei Teilnahme beider KSS 1159 aus Anlass des 30. Jahrestages der Gründung der DDR. Das KSS „Rostock“ ist Flaggschiff des Verbandes.

1980

KSS „Rostock“ nimmt an der 1. Geschwaderfahrt der Verbündeten Ostseeflotten teil (Führung durch BF, Hafenausbildung im April in Baltijsk) und wird „Bestes Kampfschiff“ des Geschwaders.

Teilnahme der KSS „Rostock“ und „Berlin“ am Spezial-Schießabschnitt in Baltijsk mit Einsatz der Raketenkomplexe OSA-M. Beim ersten Schießen der „Berlin“ empfängt die Rakete keine Lenksignale und verfehlt ihr Ziel. Als Ursache wird eine falsche Frequenzeinstellung zwischen Startbalken und Rakete ermittelt, die aus einem Fehler in der Borddokumentation beruht. Das Schießen für die „Berlin“ auf Sturzflugscheibe wird wiederholt und für die „Rostock“ auf ferngelenktes Flugzeug La-17 freigegeben. Beide Schiffe erfüllen ihre Aufgabe mit „sehr gut“.

KSS „Rostock“ weilt zusammen mit dem Schulschiff „Wilhelm Pieck“ zum Flottenbesuch in Gdynia. Anlaß ist der 35. Jahrestag PSKF. Der Besuch wird von Admiral Ehm geleitet.

Manöver " Waffenbrüderschaft " des Warschauer Vertrages, Teilnahme der KSS „Rostock“ und „Berlin“

1981

KSS „Rostock“ und „Berlin“ nehmen an den KSÜ der VOF „Sojus-81“ und „Val-81“ teil, die u. a. auch der Überprüfung der Gefechtsbereitschaft der VM dienen. Von Bord des KSS „Rostock“ verfolgen der Oberkommandierende der Streitkräfte des Warschauer Vertrages, Marschall Kulikow, und der Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Hoffmann, die Manöver-Handlungen in See. Für die Leistungen beim Manöver „Sojus-81“ wird die 4. KSSA mit der Verdienstmedaille der NVA in Gold ausgezeichnet.

Die KSS „Rostock“ und „Berlin“ nehmen mit ihren Fla-Raketen-Komplexen am Spezialschieß-Abschnitt in Baltijsk teil. Beide Schiffe erfüllen ihre Aufgabe mit Erfolg.

KSS „Berlin“ ist Führerschiff des 2. Gemeinsamen Geschwaders und wird „Bestes Kampfschiff“ des Verbandes. Zur Hafenausbildung lagen die Kampfschiffe im Fischkombinat Rostock. Erstmalig wird allen Teilnehmern das „Abzeichen für Große Fahrt“ der Volksmarine verliehen.

Das KSS „Rostock“ als Flaggschiff nimmt zusammen mit dem KSS 133 „Parchim“ und dem Gefechtsversorger „Nordperd“ an einem Flottenbesuch zum „Tag der sowj. Seekriegsflotte“ in Leningrad teil. Der Besuch wird von Admiral Ehm geleitet.

KSS „Berlin" läuft als erstes Kampfschiff der DDR zu einem offiziellen Flottenbesuch in den Hafen von Helsinki ein. Der Besuch wird vom Chef der 4. Flottille, Kapitän zur See Rödel, geleitet.

Auszeichnung des KSS „Rostock“ mit der Verdienstmedaille der NVA in Bronze

1982

Übung „Meilenstein 82“. Mitglieder des ZK der SED (u.a. Armeegeneral Hoffmann als Verteidigungsminister) besichtigen von den KSS „Rostock“ und „Berlin“ aus Vorführungen der Volksmarine in der Prorer Wiek.

KSS „Rostock“ und zeitweise KSS „Perleberg“ sind Teilnehmer der 3. Geschwaderfahrt der VOF unter Führung der PSKF.

Teilnahme der KSS „Rostock“ und „Berlin“ an der Übung „Herbstwind 82". Erstmalig nehmen auch KSS 133 der 4. UAWSA an einem Manöver teil.

Während ihres Besuches in der Volksmarine besichtigt eine schwedische Militärdelegation auch KSS Pr. 1159 und Pr. 133.

1983

KSS Pr. 1159 und 133 nehmen an der UAW-Übung „Polygon 83“ der VM teil.

Teilnahme von KSS Pr. 1159 und Pr. 133 an der gemeinsamen Übung „Sojus-83“

Spezialschießabschnitt Baltijsk. Erstmalig bekämpfen in einem gemeinsamen Verband ein KSS Pr. 1159 mit seinem OSA-M-Komplex und alle beteiligten KSS Pr. 133 mit Artillerie eine Rakete P-15. In den Folgejahren wird diese Praxis beibehalten. Durch KSS Pr. 133 erfolgt der Einsatz von UAW-Torpedos auf zieldarstellendes U-Boot.

Das Schiff „Rostock“ nimmt am 4. Gemeinsamen Geschwader unter Führung der BF teil und wird „Bestes Kampfschiff“ und „Bestes UAW-Schiff“ des Verbandes.

1984

KSS „Berlin“ ist Führerschiff des 5. Gemeinsamen Geschwaders. Zur Ausbildung liegen die Kampfschiffe im Überseehafen Rostock. Der Verband läuft Murmansk an. Bei der U-Jagd-Übung auf ein Atom-U-Boot der Nordflotte erreicht die „Berlin“ die beste Kontaktzeit und wird später „Bestes UAW-Schiff“ des Verbandes

Vom KSS „Berlin“ aus beobachten Erich Honecker, Günter Mittag, Armeegeneral Heinz Hoffmann und Admiral Ehm Vorführungen der VM in See (Übung „Meilenstein 84“).

Teilnahme von KSS Pr. 1159 und 133 an der VM-Übung „Herbstwind 84“

Auszeichnung des KSS „Berlin“ mit der Verdienstmedaille der NVA in Gold

1985

Teilnahme der KSS „Rostock“, „Bützow“ und „Lübz“ am 6. Gemeinsamen Geschwader unter Führung der PSKF. Die „Rostock“ gewinnt den Artillerie-Pokal.

KSS „Berlin“ ist Flaggschiff eines Besuchsverbandes in Leningrad, der unter Leitung von Admiral Ehm steht. Zum Verband gehören das KSS „Waren“ und der Versorger „Darß“.

Spezialschießabschnitt in Baltijsk unter Teilnahme von KSS Pr. 1159 und 133

Von Bord des KSS „Rostock“ aus besichtigen E. Honecker, G. Mittag und Armeegeneral Hoffmann Vorführungen der Volksmarine in See (Übung „Meilenstein 85“)

Übung „Herbstwind 85“ unter Teilnahme von KSS Pr. 1159 und 133

1986

Als letztes KSS Projekt 1159 wird die „Halle“ (143) durch den Chef des Stabes der VM, Konteradmiral Hoffmann, in Dienst gestellt

7. Gemeinsames Geschwader unter Führung der BF bei Teilnahme der KSS „Rostock“, „Lübz“ und „Waren“. Die „Rostock“ gewinnt drei Pokale: „Bestes Kampfschiff“, „Bestes UAW-Schiff“, „Bester Navigationsabschnitt“.

Spezialschießabschnitt in Baltijsk, Teilnehmer am Raketenschießen sind die KSS „Berlin“ und „Halle“. Am Torpedoschießen nehmen die KSS Pr. 133 „Perleberg“ und „Bützow“ und drei Schiffe der 1. Flottille teil.

Mit AO 44/86 des CVM werden die KSS Pr. 1159 als KSS 2. Ranges eingestuft. Die bisher als kleine UAW-Schiffe geführten Projekte 133 werden neu als KSS 3. Ranges klassifiziert und demzufolge die UAW-Schiffsabteilungen in KSS-Abteilungen umbenannt.

1987

8. Gemeinsames Geschwader unter Führung der VM, Führerschiff des Verbandes ist das KSS „Halle“, das auch den Pokal für den „Besten Navigationsabschnitt“ gewinnt. Am Geschwader nehmen zeitweise auch zwei KSS Pr. 133 teil.

KSS „Halle“ führt, begleitet vom Bergungsschiff „Otto von Guericke“, einen Flottenbesuch in Finnland (Kotka) durch. Der Besuch wird vom Chef der 4. Flottille, Kapitän zur See Müller, geleitet

Anlässlich des 70. Jahrestages der Oktoberrevolution besuchen das KSS „Berlin“ und das Schulschiff „Wilhelm Pieck“ Leningrad. Der Flottenbesuch wird von Admiral Ehm, geleitet.

1988

9. Gemeinsames Geschwader unter Führung der PSKF in die Nordsee bei Teilnahme des KSS „Berlin“, das den Pokal für das „Beste Kampfschiff“ und den Artilleriepokal gewinnt.

Während der Inspektion des MfNV in der 4. Flottille werden auch die KSSBr und beide KSSA überprüft. KSS „Rostock“ erreicht ein herausragendes Ergebnis. Die KSSBr. wird als „Bester Truppenteil“ ausgezeichnet.

Spezialschießabschnitt in Baltijsk. KSS „Berlin“ und „Rostock“ vernichten beim Schießen mit dem Raketenkomplex OSA-M die anfliegende P-15

Eine Delegation des Zentralrates der FDJ unter Leitung von Eberhard Aurich weilt auf dem KSS „Rostock“

1989

10. Gemeinsames Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten unter Teilnahme des KSS „Halle“ (143) bei Führung durch die BF. Die Handlungen beschränken sich auf Ostsee und Kattegatt.

Flottenbesuch in Leningrad unter Führung von Vizeadmiral Th. Hoffmann. Teilnehmer sind die KSS „Rostock“ und „Parchim“ sowie ein Landungsschiff.

Letzter Spezialschießabschnitt der Volksmarine in Baltijsk, erfolgreicher Einsatz der OSA-M-Komplexe der KSS „Berlin“ und „Halle“ gegen P-15

Die KSS „Rostock“ und „Wismar“ führen einen Flottenbesuch in Helsinki durch. Der Verband wird durch den Chef der 4. Flottille, Konteradmiral Müller, geleitet.

Stehende Flottenparade im Stadthafen Rostock zum 40. Jahrestag der DDR. Beteiligt sind auch KSS der 1. und 4. Flottille. Flaggschiff des Verbandes ist das KSS „Halle“.

Takt. Training der UAW-Kräfte der VM im ÜG 054. Teilnehmer der 4. Flottille: 142, 143, 223, 241, 242, 243.

Takt. Training der UAW-Kräfte der VM mit einem polnischen U-Boot. Daran nehmen 8 KSS der 4.Flottille (142, 143, 221, 222, 223, 242, 243, 244) und 3 KSS der 1. Flottille teil.

1990

Außerplanmäßiger Entlassungen infolge der Militärreform reduzieren den Auffüllungsstand der 4. Flottille auf 71%. Das zwingt zur Teilkonservierung von Schiffen. Dazu zählen auch KSS 142 und die gesamte 2. KSSA.

11. und letztes Gemeinsames Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten unter Teilnahme des KSS „Halle“ (143). Die Führung erfolgt durch die VM. Die Kampfschiffe sind zur Hafenausbildung im Überseehafen stationiert. Die Handlungen des Verbandes beschränken sich auf die Ostsee. Zur Sicherstellung des Geschwaders sind auch die KSS 241 und 243 eingesetzt.

Laut Einigungsvertrag werden Stützpunkte, Schiffe, Technik und Personal der Volksmarine von der Bundesmarine übernommen. Zeitweilig verbleiben noch im Flottendienst: Projekt 1159: „Rostock“, „Halle“ Projekt 133: „Wismar“, „Lübz“, „Teterow“, Gadebusch“, „Grevesmühlen“.

Letzte Fahrt eines KSS Projekt 1159: Die „Halle“ besucht als „F225“ Wilhelmshaven.