Wie man zu Hause das Leben an Bord doublieren kann
Satirische Anleitung aus dem Internet (leicht überarbeitet), wie man sich das Leben an Bord eines Kriegsschiffes zu Hause nachstellen kann: Abschottung von der Familie, enge Unterkunft, Duschverbot, Alarme, schlechtes Essen, Gasmaske und ständiges Reparieren und Streichen.
Quelle: Internet (leicht überarbeitet)
Vergessen Sie zuerst einmal Ihre Familie. Die einzige Möglichkeit mit ihr zu kommunizieren, ist mit Briefen. Nur alle sechs bis acht Wochen dürfen Sie für zwei bis drei Tage Ihre Lieben sehen und sprechen. Umscharen Sie sich mit ungefähr 100–150 Leuten, die Sie entweder nicht kennen oder nicht mögen: Leute, die rauchen, schnarchen, schlecht riechen und die eine zotige Sprache benutzen. Entfernen Sie Radio und Fernseher aus der Wohnung. Schneiden Sie sich also völlig von der Außenwelt ab. Lassen Sie sich irgendwelche Zeitungen von Ihren Nachbarn geben. Am besten solche, die schon mindestens fünf Wochen alt sind.
Schließen Sie alle Fenster und dunklen Sie sie so ab, dass kein Licht nach außen dringen kann. Nutzen Sie Ihr Bad höchstens einmal in der Woche und dann nur für maximal drei Minuten. Halten Sie dabei die Temperatur Ihres Badezimmers auf lauschigen zwei Grad. Schließen Sie Ihren Wasserboiler an ein Gerät an, welches gewährleistet, dass das Wasser entweder nur tropft oder in unerträglichen Massen kommt, und – von Ihnen nicht beeinflussbar – immer zwischen zwei und 95 Grad variiert.
Kaufen Sie sich 50 Klopapierrollen und schließen Sie diese bis auf eine weg. Gehen Sie aber auf Nummer sicher, dass diese eine ständig etwas durchweicht ist. Spülen Sie Ihre Toilette mindestens fünf Tage nicht. So erreichen Sie einen Geruch, den an Bord sonst 50 Leute in einer Stunde schaffen. Tragen Sie nur noch Uniform - auch im Bett. Tragen Sie außerhalb des Bettes über der Uniform immer irgendwelches Gummizeug als Ersatz für einen Kampfanzug See. Arbeiten Sie täglich 20 Stunden und schlafen Sie nur vier, solange, bis es Ihrem Körper egal ist, ob es Tag oder Nacht ist. Legen Sie irgendein totes Tier unter Ihr Bett. Dieser Geruch wird annähernd an die schweißfeuchten Socken Ihrer Kameraden herankommen. Stellen Sie Ihren Wecker in der ersten Stunde des Schlafes auf alle 10 Minuten, um den Flair eines Decks zu bekommen, indem ständig irgendwelche Leute herumtölpeln und Sie wecken. Dann stellen Sie den Wecker auf jede Stunde, um zufällige Alarme zu imitieren.
Lassen Sie sich eine Woche altes Obst und Gemüse liefern, welches Sie noch mindestens zwei Wochen an einem warmen Platz aufbewahren, bevor Sie es essen. Schütten Sie in Ihr Essen alles, was die Küche hergibt, oder auch nicht hergibt, und versuchen Sie dann, alles in wenigen Minuten herunter zu schlingen. Brot für Stullen, in Fachkreisen auch Kniften genannt, lassen Sie am besten erst mal ein paar Tage austrocknen. Mischen Sie Salz unter Ihr Trinkwasser und bereiten Sie sich daraus Kaffee.
Schalten Sie immer wieder mal die Hauptsicherung aus, und rennen Sie dann laut „Feuer, Feuer!” brüllend durch das dunkle Haus. Lagern Sie in einem der Zimmer Feuerwehr-Schläuche, die Sie jetzt ausrollen. Danach können Sie die Sicherung wieder anstellen. Fluten Sie mindestens einmal pro Woche eines der Zimmer, zerlegen Sie Ihre Möbel und dichten Sie damit sowie mit Sofakissen ein angenommenes Leck an der Wand oder im Fußboden ab. Hauen Sie sich alle zwei Tage einen Hammer auf die Rübe, um das Gefühl der niedrigen Decken und Schotts an Bord kennen zu lernen.
Kaufen Sie sich eine Gasmaske und schmieren Sie ranziges Tierfett hinein. Bearbeiten Sie danach die Sichtgläser mit Stahlwolle, bis Sie irgendwelche Umrisse nicht mal mehr erahnen können. Tragen Sie diese Gasmaske dann mindestens vier Stunden täglich. An dem Tag in der Woche, an dem Sie Ihr Bad betreten dürfen, tragen Sie die Maske vorher acht Stunden.
Überwachen Sie stündlich alle lebenswichtigen Instrumente (z.B. Stecker, Lichtschalter, Wasserhähne usw.) und tragen Sie das Ergebnis in ein Buch ein. Lernen die Bedienungsanleitungen für Ihre Haushaltsgeräte auswendig. Zum Testen Ihres Wissens, nehmen Sie dann alles auseinander und setzen es mit verbundenen Augen wieder zusammen.
Reparieren Sie monatlich Ihre Wohnung, egal ob es notwendig ist oder nicht. Entfernen Sie alles Dekorative wie Gardinen, Pflanzen, Poster usw. aus Ihren Zimmern. Stattdessen bemalen Sie Ihre Wände mit schmutzig grün-gelber oder grauer Farbe, oder mit etwas, das nach Krankenhaus riecht. Streichen Sie öfter ihren Balkon, auch wenn es dabei regnet.
So spannend kann nur das Leben an Bord sein!!!
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